Tief "Daisy" zieht über NRW gen Norden
Viel Schnee, wenig Probleme
Das befürchtete Schneechaos durch das Sturmtief "Daisy" ist am Samstag (09.01.10) in NRW weitgehend ausgeblieben. Zwar schneite es im ganzen Land und vielerorts sind die Straßen glatt - die zahlreichen Unfälle gingen aber zumeist glimpflich aus.
Autobahnmeistereien sind im Einsatz
"Sehr entspannt" sei die Situation auf den Straßen in NRW, sagte ein Polizeisprecher am Samstagabend (09.01.10). Verwehungen und Glätte haben im Laufe des Tages aber vielerorts die Straßen in Rutschbahnen verwandelt. Landesweit wurden am Samstag mehr als 800 Verkehrsunfälle gezählt, wie die Leitstelle der Landespolizei in Neuss am Abend mitteilte. Dabei wurden 14 Menschen schwer und 59 Menschen leicht verletzt. Der Sachschaden summiert sich nach einer ersten Schätzung der Polizei auf 2,3 Millionen Euro.
Bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag starb in Übach-Palenberg (Kreis Heinsberg) ein Mann beim Zusammenstoß zweier Autos. Mehrfach verloren Autofahrer am Samstag durch Schneewehen auf den Straßen die Kontrolle über ihre Fahrzeuge und prallten mit den Autos gegen Bäume oder rutschten in Gräben.
Bei Rheinberg (Kreis Wesel) und in Drensteinfurt (Kreis Warendorf) erlitten zwei Menschen schwere Verletzungen und wurden in Krankenhäuser gebracht. In Bielefeld blockierte ein Lastwagen, der sich quergestellt hatte, stundenlang eine Straße.
Tief Daisy droht mit Schnee und Sturm [WDR extra]
"Daisys" eisiger Atem erreicht Deutschland [tagesschau.de]
Tief "Daisy" zieht langsam ab
Im Laufe des Samstagabends ziehe Tief "Daisy" langsam nach Norden ab, sagte Jürgen Weiss vom WDR-Wetterstudio. Das bedeute allerdings noch kein Ende der Schneefälle. Auch am Sonntag werde es in Teilen des Landes wieder Schneeschauer geben. Der kräftige Nordwestwind lässt allerdings langsam nach. Mit Verwehungen sei dann nicht mehr zu rechnen. In den kommenden Tagen bleibt es weiterhin kalt.
Kaum Störungen auf den Flughäfen
Flughafen Düsseldorf ohne Störungen
Der Flugverkehr auf den großen Airports des Landes verlief ohne nennenswerte Störungen. Vereinzelt hatten Maschinen in Düsseldorf, Köln und Dortmund leichte Verspätung. Die Winterdienste waren überall mit Streufahrzeugen auf den Start- und Landebahnen rund um die Uhr im Einsatz und enteisten die Flugzeuge.
Der Flughafen Köln/Bonn nahm am Samstag mehrere Maschinen aus Frankfurt auf. Sie hatten wegen des Unwetters in der Mainmetropole nicht landen können. Auch Düsseldorf zeigte sich gerüstet für Ausweichlandungen. Zudem war der Late-Night-Check-In für alle Airlines am Freitag und Samstag vorsorglich geschlossen worden.
Zwischen Köln und Berlin verkehrten alle ICE witterungsbedingt mit halber Wagenzahl. Bahnreisende im Regionalverkehr mussten vereinzelt Verzögerungen in Kauf nehmen. In mehreren Städte wie zum Beispiel Essen und Wuppertal fielen zeitweise einige Buslinien aus.